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Geschichte

Entstehen Leuven

Stadhuis

Bereits im 9. Jahrhundert wurde die Stadt erstmals erwähnt, aber trotz ihrer günstigen Lage an der Dyle entwickelte sie sich erst im 11. und 12. Jahrhundert zu einem blühenden Handelszentrum. In dieser Zeit erhielt der wichtigste Ort des Herzogtums Brabant seine erste Ringmauer, wurden verschiedene Kirchen, Klöster und Abteien gebaut.

Gründung der Universität

Der Tuchhandel, eigentlich ein florierendes Gewerbe, erlebte im 14. Jahrhundert einen Niedergang, aber im 15. Jahrhundert brach eine Blütezeit an, die sich in der Gründung der Universität (1425), dem Aufschwung verschiedener Gewerbe, der Anlage des Großen Marktes und dem Bau des gotischen Rathauses manifestierte. Für die Gotik steht in Leuven das prächtige Rathaus, die Peterskirche und das „Letzte Abendmahl" von Dirk Bouts. Aus der gleichen Periode stammen auch die Tuchhalle, das „Huis van 't Sestich" und zahlreiche Kirchen, z. B. die Sankt Gertrudkirche mit ihrem wunderschönen Chorgestühl.

Andere Stile sind in Leuven weniger stark vertreten, aber mit dem romanischen Tor, der Sankt Lambertuskirche und den Ruinen der ersten Ringmauer doch nicht zu übersehen. Der Beginenhof aus dem 13. Jahrhundert mit seinem interessanten Wohnkomplex aus dem 17. Jahrhundert ist einmalig.

Auch der Barock fehlt nicht in Leuven: die Michaelskirche, das Innere der Johanneskirche und die unvergleichlichen Stuckarbeiten in der Parkabtei. Wie auch das Arenbergschloss ist diese Abtei eine bunte Mischung verschiedener Baustile.

Heute wird das Stadtbild von Leuven noch durch zahlreiche universitäre Lehranstalten aus dem 16. und 17. Jahrhundert geprägt, die größtenteils im 18. Jahrhundert verschönert und umgebaut worden sind. Das stilvolle Kolleg Van Dale ist reine Renaissance. Das Kolleg De Valk, das Päpstliche Kolleg und das Arras Kolleg sind klassizistisch.

18. und 19. Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert stimulierten der Bau der Straßen und des Kanals und auch die Bierbrauerei nicht nur den Handel, sondern auch den Bevölkerungszuwachs. Mit Leuven stand also alles zum Besten, aber leider wurde diesem glücklichen Leben mit der Regierung Josephs II. und dem Einfall der Franzosen ein Ende bereitet.

Für die Entwicklung von Leuven waren im 19. Jahrhundert vor allem der Bau des Bahnhofs und die Anlage der Bondgenotenlaan von Bedeutung. Die wiederaufgenommenen Stile, unter anderem der Helleputte- Stil (Justus-Lipsius-Kolleg) und der Wiederaufbau von Leuven mit der Universitätsbibliothek haben das Stadtbild geprägt.

20. und 21. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert fügten die beiden Weltkriege Leuven schweren Schaden zu, der erst in den 60er Jahren vollständig behoben war. Und in der letzten Zeit hat sich Leuven zu einer zeitgemäßen, modern strukturierten Dienstleistungsstadt entwickelt - eine erneuerte Infrastruktur für eine moderne Stadt mit reicher Vergangenheit.

Leuven ist eine Stadt in voller Metamorphose. Straßen, Plätze, Gebäude, aber auch ganze Stadtviertel entwickeln sich mit unserer schnell verändernden Gesellschaft. Diese Modernisierung nehmen wir in Leuven zum Anlass, qualitativ hochwertige zeitgenössische Architektur neben unseren jahrhundertealten festen Werten zu integrieren. Diese Qualität investieren wir nicht nur in auffällige Gebäude, sondern auch in die angenehmen Plätze, auffälligen Parkplätze, lebhaften Bahnhöfe und andere Infrastruktur, zwischen der wir uns täglich bewegen.

Alt und Neu verstärken einander, und sorgen gemeinsam für ein städtisches Dekor.

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Erstellt: 20 Oktober 2009, Geändert: 28 Oktober 2009

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