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  •  Abdij van Park (Norbertinerabtei von Park)

Abdij van Park (Norbertinerabtei von Park)

Parkabdij bibliotheek

Um rund 1100 war der südöstliche Rand von Leuven noch großteils bewaldet. Hier hatte der Herzog von Brabant, der Leuven als seine Residenzstadt gewählt hatte, seinen Jagdpark.

1129 schenkte Herzog Gottfried mit dem Barte diesen Jagdpark an die Norbertiner von Laon in Nordfrankreich. Diese neue Stiftung hatte schnell Erfolg, und entwickelte sich bereits im Mittelalter zu einem wichtigen geistlichen Zentrum. Schon ein Jahr später löste sie sich von der Mutterabtei in Frankreich. Simon von Saint-Maurice (+ 1142) wurde der erste Abt des conventus Sanctae Mariae de Parco, ein deutlicher Hinweis auf den ursprünglichen Jagdpark.

Im Rhythmus der Gezeiten und Saisonen entfaltete sich die Parkabtei zu einem erfolgreichen religiösen Haus, das in den folgenden neunhundert Jahren die Stürme der Zeit - unter
anderem den Religionskriegen, der Französischen Revolution und den beiden Weltkriegen - überlebte.Im Rhythmus der Gezeiten und Saisonen entfaltete sich die Parkabtei zu einem erfolgreichen religiösen Haus, das in den folgenden neunhundert Jahren die Stürme der Zeit - unter anderem den Religionskriegen, der Französischen Revolution und den beiden Weltkriegen - überlebte.

Heute ist die Parkabtei ein einzigartiges Erbgut mit einer Grünfläche von 42 ha. Es ist ein besonderes historisches Restgebiet am Rand von Leuven. Der Begriff „Restgebiet" ist angebracht, denn im Ancien Regime umfasst das Abteigelände 3.500 ha. Das Gebiet war die Lebensader der Norbertiner von Park-Heverlee. Mit den Erträgen finanzierten sie den Bau und die Pflege der Klostergebäude, traten als Mäzene auf und - sehr wichtig - halfen den Armen. Die Zehnten ermöglichten den Bau von Kirchen und Pfarren, die Basis einer der wesentlichen Aufträge der Norbertiner: pastorale Arbeit und Pfarrbetreuung. Im 19. und 20. Jahrhundert kam Missionsarbeit in Lateinamerika hinzu.

Um die Mitte des 17. Jahrhunderts erreichte die Abtei sowohl wirtschaftlich als auch spirituell hohe Gipfel. Ihr Grundbesitz erstreckte sich über 130 Dörfer in Brabant und darüber hinaus. In 15 Pfarren, vor allem im Hageland, der Gegend zwischen Leuven und Aarschot, ernannte der Abt van Park einen seiner Kanoniker zum Pfarrer.

Um die Mitte des 17. Jahrhunderts erreichte die Abtei sowohl wirtschaftlich als auch spirituell hohe Gipfel. Ihr Grundbesitz erstreckte sich über 130 Dörfer in Brabant und darüber hinaus. In 15 Pfarren, vor allem im Hageland, der Gegend zwischen Leuven und Aarschot, ernannte der Abt van Park einen seiner Kanoniker zum Pfarrer.

Die Makellosigkeit des Ganzen macht die Parkabtei zu eine der am besten erhaltenen Abteien in Belgien und den Niederlanden. Die typischen Bestandteile der Ancien-Regime-Abtei blieben vorzüglich erhalten: Klostergebäude und Kirche auf eine Höhe gebaut, das abseits gelegene Büro des Provisors (Ökonom), der Wirtschaftsteil mit dem Hof, die Wassermühle und die Gärten am Fuße des Abhangs, und schließlich als abschließender Teil ein Band, bestehend aus Toren und Mauern.

Heute setzt noch eine kleine Anzahl an Norbertinern die Tradition des Gemeinschaftslebens und der pastoralen Arbeit fort. Die prachtvolle Abtei, mit ihrer Oase von Teichen, Wiesen, Alleen, Obstgärten, Gärten und Waldstücken, das unversehrte Klosterinterieur, die großteils nach 1836 rekonstruierte Klosterbibliothek (rund 6.000 alte Drucke) das gut bewahrte alte Archiv (1129 - 2005), die außergewöhnliche Kunstsammlung, die schönen Stuckdecken... Alles zusammen bildet ein besonders wertvolles kulturelles Erbe.

Die Instandhaltung dieses Patrimoniums ist eine enorme Aufgabe, welche die Norbertiner unmöglich alleine tragen können. Darum gab die vzw Abtei van Park große Teile des
Geländes in Erbpacht an die Stadt Leuven: den Niederhof, die Tore, die Wassermühle, die dazugehörigen Gründe und vier Teiche. Die Kirche und das Kloster werden weiterhin von den Norbertinern verwaltet. Langfristig werden in wichtigen Teilen des Klostergebäudes das Museum für Religiöse Kunst und Kultur Flandern - Museum Parkabtei untergebracht worden. Das Wagenhaus wurde in Erbpacht an die Hilfsorganisation Kirche in Not / Ostpriesterhilfe gegeben, die mit den Norbertinern verbunden sind.

Die Rettung des einzigartigen Ensembles der Parkabtei erfordert Zeit, Beratung und Geld. Gewährleistung, Restaurierung und Aufwertung sind die Kernbegriffe dieses ehrgeizigen Projekts. Die Tragfläche dafür wurde von verschiedenen Partnern geschaffen: Den Norbertinern, der Stadt Leuven, der Zentrum für Religiöse Kunst und Kultur vzw, der Freunden der Abtei van't Park vzw, der Provinz Flämisch-Brabant, der Katholischen Universität Leuven, der Flämischen Gemeinschaft... Gemäß vorsichtigen Prognosen wird die Abtei und ihr Gelände im Jahr 2012 erneut eine Ausstrahlung haben wie im 17. Jahrhundert, angepasst an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts.

Die Erschließung des Geländes und die Versorgungsinfrastruktur werden angepasst und die Gebäude restauriert. Der Großteil der historischen Gebäude erhält eine angepasste neue Bestimmung: Als Museum, Empfangsstelle, Ausstellungsraum, gastronomischer Betrieb, angepasst an den Standort...

Die landschaftlich und ökologisch wertvolle Umgebung rund um die Abteigebäude wird von der Stadt Leuven in die Wiederherstellung der Domäne einbezogen. Der Ausgangspunkt dafür ist die Realisierung einer ‚grünen Lunge' und eines Gebiets sanfter Erholung, mit Respekt für die Natur- und Landschaftswerte. Die Teiche werden als Naturgebiet verwaltet. Im Norden der Abtei, in der dreieckigen Zone zwischen den Eisenbahnlinien, wird ein breiter Grünbereich mit Parkwald, Wiesen und Laufwiesen
vorgesehen. Zusätzliche Wanderwege garantieren eine optimale Zugänglichkeit.

Contact

Stadtplan: Abdij van Park

E-mail : parkabdij@tiscali.be
Website : http://www.parkabdij.be
Adresse : Abdij van Park 7, 3001 Leuven

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Norbertinerabtei von Park

Parkabdij Parkabdij Parkabdij - interieur Parkabdij - refter
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Erstellt: 14 Oktober 2009, Geändert: 26 Oktober 2009

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