Sint-Pieterskerk (Peterskirche)
Sankt Peter ist die älteste Leuvener Pfarrei, die wahrscheinlich 986 gegründet wurde. Nachdem die älteste Kirche 1176 abgebrannt war, wurde eine neue romanische Kirche errichtet mit einer hinter dem Chor angebauten Krypte. Das Westwerk, das auf dem alten Stadtsiegel abgebildet ist, hatte an den Seiten zwei Treppentürme.
Der Bau der - erheblich größeren - heutigen gotischen Kirche begann 1425. Zuerst wurde der Chor von Sulpicius van Vorst errichtet. Diesem folgten die verschiedenen Stadtbaumeister, unter denen insbesondere Jan Keldermans II. und Matheus de Layens zu nennen sind. Der Bau der eigentlichen Kirche war 1497 abgeschlossen.
Merkmale
Von den drei geplanten Türmen, deren mittelster 170 m hoch werden sollte, ist jeweils nur die Turmbasis erhalten. 1541, bei einer Höhe von 50 m, wurden die Arbeiten eingestellt. DerUntergrund schien für einen noch höheren Turm nicht tragfähig zu sein. Nach mehreren Unglücksfällen wurde die Turmhöhe 1613 auf das heutige Niveau reduziert.
Da die Baumeister vom ursprünglichen Bauplan nicht abgewichen sind, ist die Peterskirche ein Musterbeispiel reiner Brabanter Spätgotik. Von außen fällt vor allem der Chor ins Auge mit seinen sieben Strahlkapellen. Zwischen zwei der Scheitelkapellen wurde 1546 einer Leuvener Volksheiligen, „Fiere Margriet", eine Kapelle errichtet.
Die Kirche hat in den zwei Weltkriegen schwere Schäden erlitten. 1914 brannte das Dach ab, und 1944 fiel eine Bombe in das nördliche Kreuzschiff.
Meisterwerke
Der Chor und Hochchor der Peterskirche beherbergen die Schatzkammer. Hier ist nicht nur eine Reihe seltener religiöser Objekte in Goldschmiedekunst ausgestellt. In den Kranzkapellen befinden sich darüber hinaus viele Gemälde und Skulpturen, sowie weniger bekannte Meisterwerke von Jodocus van der Baren, Jan van Rillaer und Pieter-Jozef Verhaghen. Sie wurden im Laufe des 15. bis 18. Jahrhunderts von den Gilden und Brüderschaften bestellt, die die Pflege der Kapellen auf sich nahmen. Drei Werke der sogenannten flämischen Primitiven sind jedoch die Prunkstücke. Das Edelherren-Triptychon ist die zeitgenössische und somit älteste Kopie der Kreuzabnahme, die Rogier van der Weyden für eine Kapelle in Leuven fertigte.
Das berühmteste Paneel ist zweifellos das Letzte Abendmahl von Dirk Bouts. Dieser Leuvener Stadtmaler bekam 1464 von der Bruderschaft des Heiligen Sakraments den Auftrag, für ihre Kapelle in der Peterskirche ein Triptychon zu malen, das den Zeitpunkt der Einleitung der Eucharistie darstellte. Bouts machte daraus sein absolutes Meisterwerk. Die Folter des Heiligen Erasmus, die sich in der angrenzenden Kapelle befindet, fertigte Dirk Bouts ebenso in Auftrag der Bruderschaft.
Der Sakramentsturm gegenüber der Kapelle mit dem Letzten Abendmahl bildet durch seine Funktion als Aufbewahrungsstätte der Hostie damit ein Ganzes.Bemerkenswert sind schließlich zwei Grabtumben: Das Grabmal von Hendrik I von Brabant im Hochchor und das Doppelgrab von Machteld van Vlaanderen, seiner Ehegattin, sowie Maria van Brabant, ihrer Tochter.
Contact
Stadtplan: Sint-Pieterskerk
Zaterdag: van 10.00 tot 16.30 uur
Zon- en feestdagen: van 14.00 tot 17.00 uur
Van 15 maart tot 15 oktober: ook maandag: van 10.00 tot 17.00 uur
Gesloten op 15 augustus, 25 en 26 december en 1 en 2 januari