La Vignette
Der nördliche Teil der Innenstadt, in der Gegend der Penitentienenstraat, ist ein typisches westeuropäisches Stadtviertel. Während des 19. und 20. Jahrhunderts erlebte es einen Aufschwung dank der vielen industriellen Aktivitäten, landete aber gemeinsam mit der Industrie am Ende des vorigen Jahrhunderts in einer abwärts führenden Spirale.
Anno 2004 ist die verfallene industrielle Tristesse bereits größtenteils durch allerlei Arten von Wohnungen ersetzt. Sie bieten allen Einkommensklassen die Möglichkeit, an dieser sehr gut gelegenen Stelle (ruhig, in Gehentfernung vom Stadtzentrum und dem Bahnhof und mit dem Auto fünf Minuten von der Autobahn entfernt) zu wohnen.
Die Aufwertungsoperation startete 1997. Auf einem früher brachliegenden Gelände baute man das Projekt La Vignette mit 22 Sozialwohnungen. Die Architekten (Architektengesellschaft WIT, Outgaerden) entschieden sich für eine moderne und zeitgenössische Gestaltung: Straffe Volumen, dunkler Stein, hölzerne Fassadenelemente, gut dimensionierte Fenstereinteilungen. Sie zeichneten eine neue Straße, quer zwischen der Penitentienenstraat und der Fonteinstraat.
Hinter La Vignette liegt ein Park, der an der Penitentienenstraat durch neu gebaute private Reihenhäuser eingesäumt wird.
Etwas weiter befindet sich das rote Wohnbauprojekt "De Leerlooierij" (WVA, Leuven), an der Stelle, an der früher ein Fabrikgebäude stand. Entlang einer autofreien Straße wurden 32 moderne Wohnungen erbaut.
Das Gebiet zwischen der Fonteinstraat und der Penitentienenstraat war jahrelang Lagerort für leere Bierkisten. Jetzt ist es ein Park, der für einen grünen Atmungsraum in der Umgebung sorgt. Fuß- und Fahrradwege entlang der Dijle verbinden die verschiedenen Grünzonen in der Umgebung.
Die Gegend wird durch den renovierten Siloturm (einer alten Getreidemühle) gekennzeichnet, in dem jetzt neben einem gastronomischen Betrieb auch verschiedene Unternehmen
ihre Büros haben.